Ungeachtet meiner schlechten Software – Zensur in Algol60 kam ich nach dem Studium sofort in das ROBOTRON – Entwicklungszentrum (Atrium Komplex). Dort gab es noch keine PC am Arbeitsplatz, sondern nur einen IBM – „Großrechner“ IBM360.
https://de.wikipedia.org/wiki/System/360
Auf ihm lief unter anderem die Programmiersprache PL1. Wir hatten die Aufgabe, ein Lehrbuch für diese Sprache mit Beispielen zu schreiben, die ich mit ausarbeitete und nachts am IBM testete. Selbstverständlich gab es „im Westen“ längst solche Lehrgänge und Lehrbücher. Aber die bekamen wir nicht in die Hand. Es sollte so aussehen, als ob wir alles selbst entwickelt hätten.
PL1 machte mir bald Spaß. Ich schrieb eigene Programme und hielt auch Lehrgänge für diese Sprache ab. Zu einem dieser Lehrgänge flog ich mit einer Maschine, wo ich der einzige Fluggast war und von vier Stewardessen betreut wurde.
Im PL1 – Testbetrieb brachte ich auch „schwarz“ Privatprogramme unter, z.B. eines, das mehrere Nächte lief und eine medizinische Statistik für Untersuchungen meines Vaters durchführte, worüber ich auf einem großen Ärztekongress berichten durfte.