{"id":2494,"date":"2026-06-06T10:33:05","date_gmt":"2026-06-06T08:33:05","guid":{"rendered":"https:\/\/jjm.gcjm.de\/?page_id=2494"},"modified":"2026-06-09T16:22:38","modified_gmt":"2026-06-09T14:22:38","slug":"z80","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jjm.gcjm.de\/?page_id=2494","title":{"rendered":"Caritas\/Z80"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-text-align-center has-extra-small-font-size wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/?page_id=2480\" data-type=\"page\" data-id=\"2480\"><strong><em>zur\u00fcck<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungew\u00f6hnlich war in der DDR &#8211; Zeit eine &#8222;Westreise&#8220; vor dem Rentenalter, aber ein Lehrgang in M\u00fcnchen machte es m\u00f6glich. Dort sah ich in Zeitschriften Reklame f\u00fcr die ersten Personalcomputer (PC). Z80 war der Mikroprozessor. Ich besorgte mir eine Platine f\u00fcr den Z80, einen Speicherchip (EPROM) und weitere Elektronik-Chips f\u00fcr den Anschluss eines Fernsehers als Bildschirm und einer Tastatur. Die gesamte Elektronik war selbst auf die Platine zu l\u00f6ten. Nach langer Zeit und vielem Nachl\u00f6ten einzelner Kontakte (per Lupe) erschien pl\u00f6tzlich ein Bild auf dem Fernseher. Unglaublich f\u00fcr mich! Die auch selbst gel\u00f6tete Tastatur ist noch vorhanden:<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/tastatur.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"923\" height=\"398\" src=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/tastatur.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2514\" srcset=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/tastatur.jpg 923w, https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/tastatur-300x129.jpg 300w, https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/tastatur-768x331.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 923px) 100vw, 923px\" \/><\/a><\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber sie bewirkte erst einmal nichts, denn der &#8222;PC&#8220; hatte ja kein Programm. Ein Diskettenlaufwerk f\u00fcr ein System war f\u00fcr mich unerschwinglich. So musste ich ein Programm aus Maschinenbefehlen f\u00fcr den Z80 Bit f\u00fcr Bit in das EPROM speichern. Dazu bastelte ich mir ein Ger\u00e4t aus 16 Adress-Schaltern und 8 f\u00fcr die Bits eines Bytes und einem Knopf f\u00fcrs Speichern des mit den 8 Schaltern eingestellten Bytes.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/eprom_prorammer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/eprom_prorammer-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2554\" srcset=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/eprom_prorammer-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/eprom_prorammer-300x200.jpg 300w, https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/eprom_prorammer-768x512.jpg 768w, https:\/\/jjm.gcjm.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/eprom_prorammer.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es dauerte Stunden, ehe ein winziges Programm eingespeichert war. Wie bei jedem Programm machte ich dabei Fehler. So musste ich das gesamte Programm wieder l\u00f6schen und von vorn beginnen. Das L\u00f6schen erfolgte \u00fcber das Fensterchen des EPROMS mit UV &#8211; Licht. Dazu verwendete ich die H\u00f6hensonne von Beate. Nach Monaten hatte ich ein Progr\u00e4mmchen zustande gebracht, das die Eingabe von Zahlen \u00fcber die Tastatur und die Grundrechenarten erm\u00f6glichte. Das Ergebnis erschien auf dem Fernseher. <br \/>Diese (kaum sinnvoll verwendbare) L\u00f6sung demonstrierte ich begeistert dem Ostberliner Caritasdirektor Puschmann. Da dieser ebenso wie der Erzbischof die Berliner Mauer nach West-Berlin passieren durfte, bat ich ihn, die n\u00f6tigen Zusatzger\u00e4te wie Laufwerke und Drucker \u00fcber die Caritas in West-Berlin zu besorgen, um PC-Rechentechnik bei der Ost- Berliner Caritas einf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zilog_Z80\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zilog_Z80<\/a><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber dieses Ansinnen sch\u00fcttelte man bei der Caritas in West-Berlin nur den Kopf&#8230; Aber schlie\u00dflich bekam ich einen kompletten PC, um Programme mit dem Microsoft &#8211; Programm BASIC und sp\u00e4ter mit DBASE zu entwickeln. Eine Monate- und Jahre-lange Schufterei neben meiner Arbeit bei VEB Fortschritt begann. Sicher h\u00e4tte es im Westen geeignete PC &#8211; Programme gegeben, aber man ging davon aus, dass sie f\u00fcr den Osten nicht geeignet w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere PC f\u00fcr die Caritas mussten \u00fcber den DDR Au\u00dfenhandel mit Zollgeb\u00fchren &#8222;eingef\u00fchrt&#8220; werden, die je PC nicht viel weniger als 100.000 DDR Mark kosteten.<\/p>\n<p>Inzwischen war die Assyst &#8211; GSZ &#8211; Anlage gegen eine der Firma Investronica aus Spanien ausgetauscht worden. Der genaue Grund ist mir nicht erkl\u00e4rlich. M\u00f6glicherweise spielte die Umgehung eines Embargos f\u00fcr Westcomputer eine Rolle. Ich hatte ein entsprechendes Telefonat zuf\u00e4llig geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war g\u00fcnstig, dass auch PC f\u00fcr die Dateneingabe dabei waren, sodass ich einen Teil der Arbeiten f\u00fcr die Caritas auf diesen PC erledigen konnte und sp\u00e4ter dann die Programmierung von <strong>autocons<\/strong> mit den Konstruktionen von Alfred Thoms.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Berlin &#8211; Neuenhagen befand sich zur DDR Zeit das Caritas &#8211; Baulager, das kirchliche Bau- und Reparaturvorhaben unterst\u00fctzte. F\u00fcr die Lagerverwaltung programmierte ich mein erstes Projekt mit der Datenbanksoftware DBASE, die leider anf\u00e4nglich noch \u00f6fter abst\u00fcrzte, so dass ich oft nach Neuenhagen fahren musste. Der Leiter, Herr Benke, zeigte sich erkenntlich, indem er zum Beispiel den Mantel f\u00fcr einen T\u00f6pferofen meiner Frau anfertigen lie\u00df oder mal ein Ersatzteil f\u00fcr mein Auto besorgte, an das man im Handel nicht heran kam <em>(&#8222;Ham wa nich &#8211; h\u00e4ttn wa selbst jerne&#8220;)<\/em><\/p>\n<p class=\"has-text-align-center has-extra-small-font-size wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/jjm.gcjm.de\/?page_id=2397\" data-type=\"page\" data-id=\"2397\"><strong><em>weiter<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"has-extra-small-font-size wp-block-paragraph\">ge\u00e4ndert 2026_0606<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zur\u00fcck Ungew\u00f6hnlich war in der DDR &#8211; Zeit eine &#8222;Westreise&#8220; vor dem Rentenalter, aber ein Lehrgang in M\u00fcnchen machte es m\u00f6glich. Dort sah ich in Zeitschriften Reklame f\u00fcr die ersten Personalcomputer (PC). Z80 war der Mikroprozessor. 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